Sensoren bilden die Grundlage eines jeden Klimakontrollsystems. Sie messen, was in Ihrem Gebäude vor sich geht und übermitteln diese Informationen an das Kontrollsystem. Aber welcher HLK-Sensor eignet sich für welche Anwendung? In diesem Artikel besprechen wir die wichtigsten Sensortypen für Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Druck.
Der Sensor bestimmt, wie genau Ihre Anlage regulieren kann. Die falsche Wahl führt zu Messabweichungen, die Sie direkt am Raumklima oder an Ihrer Energierechnung bemerken. Wenn Sie einen Sensor wählen, der zu langsam reagiert, hinkt das Steuerungssystem hinterher. Wenn der Messbereich zu eng ist, erhalten Sie unzuverlässige Werte bei Spitzenlasten.
Auch die Umgebung spielt eine Rolle. In einer staubigen Produktionshalle gelten andere Anforderungen als in einem Büroraum. Und bei langen Kabelstrecken kann es zu Signalverlusten kommen. Welchen HLK-Sensor Sie wählen, hängt also von der Anwendung, den Bedingungen und der gewünschten Messgenauigkeit ab.
NTC-Sensoren sind relativ billig und reagieren schnell. Der Widerstand nimmt mit steigender Temperatur ab. Sie werden häufig in Standard-Raumfühlern verwendet. Bei größeren Kabellängen kann der Messwert jedoch variieren.
Pt1000-Sensoren sind auf Platinbasis und haben ein lineares Signal. Dieser Typ ist über längere Zeiträume stabiler und weniger empfindlich gegenüber der Kabellänge. Pt1000 ist die logische Wahl, wenn die Genauigkeit aus der Ferne wichtig ist.
Welchen HLK-Sensor Sie für die Temperatur wählen, hängt von Ihrer Situation ab. Für Standard-Raummessungen ist ein NTC normalerweise ausreichend. Für kritische Anwendungen oder lange Kabelstrecken ist der Pt1000 die bessere Wahl.
Die Messung der Luftfeuchtigkeit erfolgt in der Regel mit kapazitiven Sensoren. Diese zeichnen Änderungen der elektrischen Kapazität auf, wenn sich die Luftfeuchtigkeit ändert. Sie sind kompakt und funktionieren in den meisten Gebäudeanwendungen zuverlässig.
In der Praxis sieht man oft Kombinations-Sensoren die sowohl die Temperatur als auch die relative Luftfeuchtigkeit messen. Das spart Zeit bei der Verkabelung und der Installation. Marken wie Thermokon und Produal bieten Versionen für die Wandmontage, Kanalmontage oder Außeninstallation an.
Berücksichtigen Sie bei der Auswahl den Messbereich und die Genauigkeit. Für Büros oder Schulen ist eine Toleranz von ±2% bis ±3% oft ausreichend. In Umgebungen mit strengeren Anforderungen kann eine höhere Genauigkeitsklasse erforderlich sein.
Drucksensoren in HLK-Anlagen messen normalerweise den Differenzdruck. Denken Sie an den Druckunterschied über einem Filter oder in einem Luftkanal. Anhand dieser Informationen bestimmt das System, wann ein Filter verschmutzt ist oder wie der Ventilator gesteuert werden sollte.
Differenzdrucktransmitter gibt es in Messbereichen von einigen wenigen Pascal bis zu Tausenden von Pascal. Für die Filterüberwachung sind Messbereiche von bis zu 500 Pa oft ausreichend. In Reinräumen hingegen sind niedrige Messbereiche mit hoher Auflösung erforderlich, da die Druckunterschiede dort gering sind, aber genau gemessen werden müssen.
Welchen HVAC-Sensor Sie für den Druck wählen hängt von der Anwendung ab. Bei der bedarfsgesteuerten Belüftung ist eine genaue Differenzdruckmessung unerlässlich.
Bei der Auswahl spielen mehrere Faktoren eine Rolle:
Unter Betec Controls liefern wir Sensoren und Steuerungen von Herstellern wie Thermokon, Produal und HK Instruments. Ob Sie nun einen Raumsensor oder Transmitter für ein neues Bauprojekt suchen, wir denken gerne mit Ihnen mit. Viele Produkte sind direkt ab Lager lieferbar.
Benötigen Sie Rat, welcher HVAC-Sensor der richtige für Ihre Installation ist? Kontaktieren Sie uns oder rufen Sie uns an: 055 20 325 30.
Für lange Kabelstrecken wird ein Pt1000 empfohlen. Aufgrund des höheren Basiswiderstands ist der Einfluss des Kabelwiderstands auf die Messung geringer als bei einem NTC. Eine Alternative ist ein Sensor mit 4-20mA-Ausgang. Dieses Stromsignal ist unempfindlich gegenüber dem Kabelwiderstand und daher die robusteste Option für größere Entfernungen.
Wählen Sie einen Sensor mit einer geeigneten IP-Schutzart. Für feuchte Umgebungen ist IP65 ein guter Richtwert. In staubigen Umgebungen hängt der erforderliche Schutz von der Situation ab: in leicht staubigen Umgebungen kann IP54 ausreichen, in strengeren industriellen Umgebungen wird IP65 oder höher empfohlen. Achten Sie auch auf den Schutz des Sensorelements. Einige Feuchtigkeitssensoren verfügen über einen Sinterfilter, der Verunreinigungen verhindert. Für die Installation im Freien wird ein Wetterschutz empfohlen.
Das hängt davon ab, welches Protokoll Ihr BAS unterstützt. Die meisten Sensoren sind mit Analogausgängen (0-10V oder 4-20mA) oder digitaler Kommunikation über Modbus oder BACnet erhältlich. Prüfen Sie vorher, welche Anschlüsse Ihr Controller akzeptiert. Im Zweifelsfall helfen Ihnen unsere Spezialisten weiter.